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vom 5. Februar 2002

 

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DIE LEIBERSTUNGER MONTAGSTURNER
gaben sich bei ihrem kräftig gefeierten Männerballett
als Prinzengarde.

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ERWIN Droll nahm das örtliche Geschehen aufs närrische Korn

 

"Leb' wohl du alte Hütte": Leiberstunger Dorffastnacht im Zeichen der bald verwaisten Veranstaltungsstätte

"Entenhausen" nahm närrischen Abschied von seinem Bürgersaal

Erwin Droll beleuchtete als Nachrichtensprecher das kommunalpolitische Geschehen / "Diplomatenjagd" begeisterte Publikum

 

Sinzheim-Leiberstung (AN). "Zum letzten Mal im Bürgersaal" - mit einem weinenden und lachenden Auge mit Blick auf die neue Mehrzweckhalle feierten die Leiberstunger Narren im Bürgersaal ihre traditionelle Dorffasenacht. Die Fidele-Jehle-Runde zauberte ein buntes und lebendiges Programm auf die alten Bretter der Entenhausener Narrenbühne. Zahlreiche Reden und Liedbeiträge hatten sich denn auch dem Motto "Bürgersaal Ade - und Tschüss" angenommen.


"Leb' wohl du alte Hütt', leb wohl lieber Bürgersaal" sangen die Leiberstunger Muurhexen unter Begleitung von Conny Kominek an der Gitarre dem Saal ein Ständchen. Zuvor hatten sie bereits mit heißen Sambarhythmen den Saal mit ihrem Tanz in Schwung gebracht. Dass das "Muur" groß ist und die Leiberstunger nicht als einzige darin hausen, bewiesen die Nachbarn aus Oberbruch. Von dort aus waren die Oberbrucher "Muurgeister" durch das Abtsmoor gestapft um mit den Leiberstungern zu feiern.


Großen Applaus erhielt Robert Schultheiss, der in einer glanzvoll pointierten Rede ein Loblied auf seine Arbeitsstelle zum Besten gab: "Ich find mei Arbeit klasse, ich sitz bei Aldi an der Kasse!" Dass Narretei und Spaß machen in der Familie liegt, bewies auch die kleine Natascha Schultheiss, die zum ersten Mal in der großen Bütt als modebewusster Teenie auftrat. "Schuh müsse zur Kleidung passe. Mei Mutter meint, 20 Paar wäre für mich zu viel, das zeiget die hat für Mode gar kei G'fühl!"


Bereits seit einigen Jahren mit von der Partie ist auch die Rhythmusgruppe der WdL-Wohngemeinschaft in Leiberstung. Sie entführte das Publikum in das "Euro-Land und präsentierte Künstler aus Frankreich, Osterreich, Italien und Deutschland - stets mit der richtigen Musik und einfallsreichem Spiel verbunden. Mit Charme und zündendem Witz führte Nadine Juchem routiniert und unterhaltend durch das vierstündige Programm. das durch seine Vielfalt und seinen Ideenreichtum bestach.


Mit lautem Getöse hatten zuvor die "d'schtunger Gugge" den Abend eröffnet. Hinter diesem Namen verbergen sich junge Musiker aus Halberstung. Schiftung und Leiberstung, die gemeinsam in der HM-Jugendband aktiv sind. Auf Hochtouren lief im vergangenen Jahr wieder der Leiberstunger geheime Nachrichtendienst. Witziges und Nachdenkliches hatte Erwin Droll als Nachrichtensprecher und als Till für die informationshungrige Narrenschaar parat. "Die Hochzeit des Jahres wird ohne Zweifel, wenn irgendwann einmal der Ortsvorsteher heiratet, schließlich wollen hierbei FJR-Vorstand Martin Weis und Oberhexer Bernhard Ibach höchstpersönlich als Messdiener fungieren, berichtete man dem Till unter Berufung auf königliche Quellen. Aber auch Bürgermeister Metzner könnte nicht ruhig im Saal sitzen, denn auch er wurde schonungslos vom Till in die Narrenschüssel getaucht.

 

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DIPLOMATENJAGD IN LEIBERSTUNG: Der Männergesangverein brachte die Stimmung im Saal auf  den Siedepunkt. Fotos: AN

 

Abschied vom Bürgersaal nahmen auch die "Tramps vum Xongverei". Die Leiberstunger Sänger brachten ihren Schmerz über den Abschied zum Ausdruck. Auf den Siedepunkt brachten es die Sänger unter Leitung von Alexander Naber mit der in Szene gesetzten "Diplomatenjagd". Flotte Tänze und wahre Augenweiden bereiteten auch dieses Jahr wieder die verschiedenen Leiberstunger Tanzformationen. So sah man fantasievoll gestaltete "Crazy Birds"' die unter der Leitung von Heike Welle über die Bühne flatterten. Aber auch die Teenies und das Jugendballett machte Lust auf mehr. Die "Crazy Girls" heizten das Publikum an, damit sie für die späteren "Ladys of Marmalade" aus Moulin Rouge so richtig in Flammen gerieten. Ebenso wie Fastnachtsurgestein Heinz Zeller, der als "Weltreisender vom Lande", in Gummistiefeln und mit Mistgabel bewaffnet, aus seinem Leben berichtete, wurde auch Bianca Weber aus Mösbach als "Männerfeindin" mit stürmischem Beifall belohnt.


Drahtige Männer, schlanke Beine und athletische Körper, in glanzvoller Uniform, so präsentierte sich das Männerballett der Montagsturner als Prinzengarde. Ihr übriges steuerten hierzu die Wortbeiträge vom "Gemischten Saustalldoppel", Lioba Eberle und Petra Lorenz bei. Schließlich konnte FJR-Vorstand Martin Weis zum Finale einen gelungenen Abend verbuchen. Fast reichte die Bühne nicht mehr aus, als sich alle Aktiven des Abends zum großen Schlussbild formierten und gemeinsam zur Gitarrenbegleitung von Conny Kominek das letzte Mal "Die Hände zum Himmel" streckten und sich bereits jetzt wieder auf die Kampagne im nächsten Jahr freuen - in der neuen Halle.

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