vom 28.2.2011
Die noch ziemlich neue Gruppe "Leiberstunger Sumpfdämone" begeistert mit ihrem Showtanz auf der Bühne von "Entenhausen"
Die noch ziemlich neue Gruppe "Leiberstunger Sumpfdämone" begeistert mit ihrem Showtanz auf der Bühne von "Entenhausen"    Fotos. Huck

Fasnachter strapazieren Zwerchfell der Besucher
"Fidele-Jehle-Runde" lädt in den "Entenhausener" Musentempel ein / Gruselige, lustige und originelle Auftritte

 

Von Alois Huck

Sinzheim - Ein närrisches Jubiläum hat die Leiberstunger Fidele-Jehle-Runde (FJR) mit zwei Sitzungen unter dem Motto "Fasnacht in Entenhausen" gefeiert. Vor 33 Jahren war der Verein in einer "Initialzündung" ins Leben gerufen worden. Seither kümmert er sich um vielfältige Bereiche im Wendelinusdorf.

 

Bernhard Ibach, Leiberstunger Urgestein, führte souverän und humorvoll durch das vierstündige Programm in der voll besetzten, liebevoll geschmückten Wendelinushalle, in der auch die "Pedies" für Stimmung sorgten.

Den lautstarken Auftakt schafften mit ihrer Guggemusik die "Oostalfetzer", dann wurde es gleich unheimlich, denn die Leiberstunger Außenwohngruppe der Lebenshilfe führte einen Hexentanz auf.

 

Aus den Leiberstunger Neuesten Nachrichten (LNN) verlas "Chefredakteur und Rotweinschorlereporter" Erwin Droll die interessantesten Meldungen. Dass der Dorfladen inzwischen von 50000 Kunden besucht wurde, dass bei der neuen Friedhofskapelle viel Eigenleistung zu erbringen ist, und dass die Hinterlassenschaften von Hunden Sorgen bereitet, waren nur einige der zahlreichen Informationen. Gardetänze oder Auftritte von Gruppen bereicherten das abwechslungsreiche Programm. Die Garde Leiberstung präsentierte perfekt einen Tanz in schmucken Kostümen und trat auch mit einem Showtanz als Bauarbeiter auf.

 

Gruseliger ging es zu, als die "Sellinger Poldergeister" über die Bühne schlichen und die neu gegründeten "Leiberstunger Sumpfdämone" in ihren zottigen, dunkelbraunen Ziegenfellen und den gehörnten, zähnefletschenden Masken ihren Showtanz aufführten. Das Publikum war begeistert.

 

Bernhard Ibach bringt die Gäste mit einer umwerfend komischen Gesangs- nummer zum Lachen.
Bernhard Ibach bringt die Gäste mit einer umwerfend komischen Gesangsnummer zum Lachen.

Im Kostüm des "Till" machte sich Ramona Schultheiß Gedanken zur Politik, aber auch zu Kunst, Kultur und guten Sitten, wobei sie die Privatfernsehsender wegen ihrer "Schundsendungen" geißelte. Über ihre Erfahrungen auf einem Urlaubsflug in eine Wellnessoase berichtete die bekannte Büttenrednerin Renate Seitz, bevor Bernhard Ibach mit einer umwerfend komischen Gesangsnummer die Besucher von ihren Stühlen riss. Ernst Negers "Humba-Täterä" sang er in verschiedenen Sprachen und strapazierte das Zwerchfell der Besucher.

 

Weitere Beifallsstürme ernteten das Söllinger Männerballett, das sich seiner Polizeiuniformen entledigte, und das FJR-Männerballett, das mit seinen gut gebauten Bikini-Schönheiten vor allem der Damenwelt imponierte. Einen gelungenen Percussion-Auftritt mit Tageszeitungen hatte das ehemalige FJR-Jugendballett einstudiert, und der Männergesangverein (MGV) Leiberstung riet in zerlumpten Klamotten "Nimm 'nen Alten" und sang von den "alten Säcken".

 

Die "Muur-Hexen", der älteste Leiberstunger Fasnachtsverein, sprangen mit einem fetzigen Tanz über die Bühne. Einen Kontrast dazu bildete der exotische Showtanz "Bollywood" von Damen, die in Saris über die Bühne schwebten.

 

Die Schnauze voll von Fasnacht hatte Rainer Diebold, der dann aber wieder der nächsten Session entgegenfieberte. In "perfektem" Latein überbrachte Erwin Droll als Gesandter aus Rom die Vorstellungen des Papstes, die Lioba Eberle als Ordensschwester in bestes "Leiberstungerisch" übersetzte. Die "Drei Tenöre" boten gesanglich, vor allem aber auch akrobatisch, eine Meisterleistung, führten alle physikalischen Gesetze ad absurdum und waren ein weiterer Höhepunkt im Entenhausener Musentempel.

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