vom 9.2.2010

Fideles Fasnachtsgetümmel in der Wendelinushalle
Leiberstunger Narren strapazieren mehr als vier Stunden lang das Zwerchfell des Publikums

 

Sinzheim (vgk) - Närrisch und "Schlau wie die Sau" - getreu dem Motto des diesjährigen Ordens zeigten sich die Aktiven beim traditionellen "Entenhausener Fasnachtsgetümmel" der Fidelen-Jehle-Runde (FJR) in der voll besetzten Leiberstunger Wendelinushalle am Samstagabend.

 

Mit viel Spaß, Witz und Esprit begeisterten die Darsteller. Mehr als vier Stunden zogen die Fasnachter alle Register. Durch den Abend führte mit viel Witz und Charme in bestem "Hoch-Leiberstungerisch" Bernhard Ibach. Für den FJR-Vorsitzenden Martin Weis hatte er gleich zu Beginn eine Überraschung parat. Weil er Geburtstag hatte, besetzten zuerst die Schrägtonmeister der Guggemusik "Oostalfetzer" aus Baden-Baden mit ihrem musikalischen Leiter Rolf Wiener die Bühne.

 

Mit dem Auftritt der MoDi-Tänzer der Außenwohngruppe der Lebenshilfe beginnt die närrische Veranstaltung.
Mit dem Auftritt der MoDi-Tänzer der Außenwohngruppe der Lebenshilfe beginnt die närrische Veranstaltung.

Gezündet wurde das Feuerwerk der Heiterkeit traditionell von den MoDi-Tänzern der Außenwohngruppe der Werkstätten der Lebenshilfe. Sie entführten mit ihrem Showtanz das närrische Auditorium in die Welt der Piraten. Musik und Tanz wird ohnehin großgeschrieben beim FJR. So gaben sich muskelbepackte Männer, schöne Frauen, finstere Geister, echte Scheichs, und Rocker ein fröhliches Stelldichein. Gleich zweimal versprühte die Leiberstunger Tanzgarde, trainiert von Natalie Stolz, ihren Charme.

 

Bay Watch: Die Rettungsschwimmer des Söllinger Männerballett in vollem Einsatz
Bay Watch: Die Rettungsschwimmer des Söllinger Männerballett in vollem Einsatz. Fotos: Gareus-Kugel

Den Saal zum Toben brachte auch das Söllinger Männerballett, mit "Bay Watch oder die Rettungsschwimmer von Söllingen". Weiter begeisterten mit einer kessen Sohle die Maskengruppe "Sellinger Poldergeister" und die Rockergirls der Gruppe Mareike Fritsch und Vanessa Eberle. Sie hatten sogar ein richtiges Motorrad mit auf die Bühne gebracht. "Alles Bonanza" lautete der geschwinde Ritt der Cowgirls und -boys der "Muur-Hexen". Den tänzerischen Punkt auf das "i" setzte das FJR-Männerballett. Mit der tänzerischen Darbietung "Der Scheich kommt", starteten sie ein letztes Mal einen Großangriff auf das Zwerchfell der Besucher.

 

Dieses hatte im Übrigen während des Sitzungsverlaufs einiges auszuhalten. Denn es gab ja auch noch die Büttenredner. Über Dorfereignisse schwadronierte meisterhaft Bernhard Ibach, als "letzte Kuh von Leiberstung". Mit Lachsalven quittierte das Publikum seine Wortspielereien unter anderem zum Thema Rind.

 

Für die Rechte des Mannes setzte sich Petra Schroll als "Gleichberechtigten-Beauftragte für Männer" ein. Der hohen verworrenen Politik widmete sich "Till" alias Ramona Schultheiß. Zuerst wurde das Wägelchen mit der Katze geparkt, dann legte sie los: "Eine alte Jungfer, die noch einer g'funde het" - Büttenstar Helga Röll.

 

Einen umjubelten Auftritt absolvierte auch der MGV Leiberstung zusammen mit Ortsvorsteher Alexander Naber. Als Rasenmäher-Experte empfahl sich Martin Hettler. Dennoch sollte man von manchem Expertenrat Abstand nehmen. Denn Mähgut hat auf dem kalten Büfett des Nachbarn wirklich nichts verloren. Auch wer in die Oper geht kann einiges erleben, wie Festspielhausbesucher Hugo Zeller zum Besten gab.

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