vom 20.2.2009

NÄRRISCHES AUS ENTENHAUSEN: Die Fastnachter aus Leiberstung boten dem Publikum wieder ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Höhepunkten.
NÄRRISCHES AUS ENTENHAUSEN: Die Fastnachter aus Leiberstung boten dem Publikum wieder ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Höhepunkten.

Bürgermeister-Kandidat in der Bütt
In Leiberstung wurde das Dorfgeschehen närrisch unter die Lupe genommen

 

Sinzheim-Leiberstung (AN). Eine Premiere jagt in Entenhausen die andere, so auch in der Entenhausener Dorffasenacht, bei der sich in diesem Jahr die "Leiberstunger Sumpfdämonen" zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten. So wie diese neue Truppe das Bild der Fastnacht bunter gestalten wird, so hatte die FJR in ihrer Kampagne einen ganzen Kessel Buntes zusammengestellt. Frei nach dem Motto "Kommt der Tante-Emma-Dorfladen zurück?" hatten die Leiberstunger Narren ein umfangreiches Angebot zu präsentieren. Authentisch in der Aufmachung von "Tante Emma" hatte sich Nadine Zander hinter den Tresen des Ladens begeben und bot die Waren dem Publikum feil. "Junges Gemüse" hatte sie dieses Jahr aus bester Ernte parat.

 

Ganz im Stil der 70er Jahre tanzten die "Jungen Muurhexen" im flotten Abba-Sound mit farbenfrohen Kostümen. Aber auch die "Großen Hexen" hatten wieder viel Schwung mit auf die Bühne gebracht. Nicht im traditionellen Häß mit krummer Nase, sondern im feschen Dirndl und der Krachledernen Hose boten sie Faschingstanz vom Feinsten. Glamour zauberten die "MoDi-Dancers" auf die Leiberstunger Narrenbühne. Bereits seit vielen Jahren treue Gäste, haben sich die Mitglieder WDL-Außenwohngruppe in Leiberstung wieder etwas ganz besonderes für ihre Tanzdarbietung einfallen lassen.

 

Wie sehr der Musikgeschmack zu Differenzen führen kann, stellten Guido Zander und Petra Schroll unter Beweis. "Ich stelle immer wieder fest, mit Volksmusik sich's leben lässt!", erklärte Guido Zander aus voller Brust mit Sepplhut, während seine Kontrahentin in Nietenlederkluft und mit Stereoanlage auf Rockmusik schwor. Ganz andere Töne schlug Helga Röll in ihrer Premiere als Büttenrednerin an. Im besten Alemannisch gab sie ihre Erfahrungen als "eine ledig Gebliebene" zum Besten.

 

Viele Premieren bei
der Leiberstunger Fastnacht

 

Weiß-rote Kostüme und Beine, die durch die Luft wirbeln zu flotter Musik - das sind die Zutaten für den Augenschmaus, den die Mädels der Leiberstunger Tanzgarde dem Publikum servierten. Nachdem diese noch junge Formation im vergangenen Jahr ihre Premiere feierte, ist sie nicht mehr aus der Leiberstunger Fastnacht wegzudenken. Ebenso wie das FJR-Männerballett, welches in diesem Jahr kindlich verspielt auf die Bühne kam und "Kinderträume" Wahrheit werden ließ. So tanzten durch die Träume des friedlich schlummernden Knaben Wickies Wickinger, die Freunde von Biene Maja, wie auch Pipi Langstrumpf nebst Pferd und Vadder Abraham mit seinen kleinen blauen Schlumpffreunden. Mit ihren originellen Masken sorgte die Häßgarde der "Sellinger Pol(d)tergeister" für einen besonderen Farbtupfer im Programm des Abends.

 

Yes, We Can - lautete das Motto des "Amerikaners" Hugo Zeller, welcher seinen Vortrag mit allerlei Deftigem gewürzt hatte. Politisch hatte sich Robert Schultheiß zu Wort gemeldet und sich als "Bürgermeisterkandidat" empfohlen. Er sei der beste Mann für diesen Job, da er doch alle Sinzheimer Sprachen - von Leiberstungerisch über Kartungerisch bis Windenerisch sprechen könne.

 

Wie es einem Angler ergehen kann und dass Angeln sowohl für den Fisch als auch für den Petrijünger gefährlich sein kann, erläutert Martin Hettler in seinem Vortrag. Allerlei aus dem Dorfgeschehen des letzten Jahres, von angebohrten Wasserleitungen bis zu unfreiwilligen Zusammenstößen von Dienstfahrzeugen und Begrenzungspollern wusste der Leiberstunger Nachrichtensprecher Erwin Droll zu vermelden.

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